Kapitalanlage: Lieber viele kleine Wohnungen statt eine große?

7. Juli 2017

Eigentumswohnungen genießen nicht nur in Deutschland den Ruf, eine sichere Form der Kapitalanlage zu sein und bilden dank ihrer Krisenunabhängigkeit eine solide Altersvorsorge. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen in Immobilien zu investieren, stellt sich die wichtige Frage, ob es besser ist Ihr Geld in nur eine, dafür aber große und teurere Immobilie anzulegen oder lieber in mehrere kleinere Wohnungen. Im Folgenden schauen wir uns an, was es dabei zu beachten gibt.

Ihre individuelle Zielsetzung

Zuerst sollten Sie sich überlegen, wie Ihre Langzeitplanung aussieht. Möchten Sie Ihren Cashflow maximieren? Benötigen Sie die Mieteinnahmen, um davon zu leben? Benötigen Sie ein Haus oder eine Wohnung, in der Sie später selber einziehen möchten? Oder sind Sie einfach auf der Suche nach einer Gelegenheit, um Ihr Geld gut anzulegen? Sobald Sie Ihre Ziele festgelegt haben, können Sie nach der oder den passenden Immobilie(n) Ausschau halten, die Ihnen dabei helfen Ihre Ziele mit dem geringsten Risiko zu erreichen.

Vor jedem Immobilienkauf, egal ob nur eine Immobilie erworben wird oder gleich mehrere, gibt es eine Reihe von wichtigen Faktoren, die ganz genau betrachtet werden müssen. Eine sehr wichtige Rolle spielen der Anschaffungspreis, die Instandhaltungskosten und die Mieterträge, denn der mögliche Gewinn sollte vor der Anschaffung ganz genau kalkuliert werden. Dabei gilt es zu bedenken, dass Sie in den billigsten Wohngegenden zwar auch billige Immobilien erwerben können, die Mieterfluktuation dort allerdings auch häufig höher ist und in den teuersten Gegenden kann es sein, dass die Mieten nicht mit den Hauspreisen Schritt halten können. Daher ist es immer empfehlenswert, den jeweiligen Markt vor dem Hauskauf genau zu studieren.

Lässt sich die Wohnung leicht vermieten?

Wenn Sie langfristig in eine Immobilie investieren möchten, ist neben der erzielbaren Miete auch wichtig zu prüfen, wie leicht sich diese vermieten lässt. Eine Wohnung, die eine möglichst große Zielgruppe anspricht, kann die Vermietbarkeit erhöhen. Ein guter Standort wäre beispielsweise eine Region, die eine konstante oder wachsende Bevölkerungsanzahl aufweist und in der die Arbeitslosenquote niedrig ist. Denn wo viele Arbeitsplätze vorhanden sind, gibt es auch viele potenzielle Mieter. Neben der Lage spielen auch der Grundriss und die Ausstattung eine große Rolle. Besonders beliebt sind Wohnungen, die mit einem Balkon und einem Aufzug ausgestattet sind und dadurch die Chancen erhöhen, die Immobilie zu einem für Sie guten Preis zu vermieten und bei Bedarf schnell einen neuen Mieter zu finden.

Weitere wichtige Punkte

Wenn Sie nicht sofort einen sehr großen Geldbetrag investieren möchten, dann kann es sinnvoll sein, mit einer kleineren und günstigeren Immobilie anzufangen. Allerdings kann eine billige Immobilie durchaus risikoreicher sein als eine teurere Immobilie, daher ist es empfehlenswert, sich hierzu von einem Immobilienexperten beraten zu lassen.

Mit mehreren Mietimmobilien haben Sie immer eine alternative Einnahmequelle, für den Fall, dass beispielsweise ein Mieter auszieht und Sie nicht schnell genug einen neuen Mieter finden können oder wenn eine Wohnung saniert werden muss.

Fazit:

Es gibt keine allgemeine Antwort auf die Frage, ob es besser ist in viele kleine Wohnungen oder stattdessen in eine große zu investieren und die Antwort kann für jeden Anleger anders sein. Es gibt viele wichtige Faktoren, die beim Kauf einer Immobilie als Kapitalanlage berücksichtigt werden sollten. Zum einen muss natürlich die Finanzierung geplant werden und die passende Anlageimmobilie gefunden werden. Ausschlaggebend ist dabei die Rendite, die Sie auf Mieteinnahmen oder bei einem späteren Verkauf erzielen können.

Wenn Sie erfahren möchten, was die beste Option für Ihre individuelle Situation ist, dann beraten wir Sie gerne. Unsere erfahrenen Immobilienprofis helfen Ihnen dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.