Gesetzentwurf sieht Mieterstromzuschlag für Solaranlagen vor

7. Juli 2017

Während Eigenheimbesitzer bereits in den Genuss eines Solarstromzuschlags kommen, war es für Vermieter bislang nicht rentabel eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des Wohnhauses zu installieren. Die Bundesregierung hat nun aber Pläne, auch Mieter zu fördern, die Solarstrom erzeugen. So hat die Regierung nun ein Gesetzentwurf vorgelegt, der die Mieterstrommodelle ausbauen soll und zum Ziel hat, Solarenergie auf Wohngebäuden zu fördern. Der Entwurf sieht vor, dass der Mieterstromzuschlag von der Größe der Fotovoltaik-Anlage abhängig ist.

Umfrage rund um Mieterstrom

Das Energie- und IT-Unternehmen Lichtblick hat eine Umfrage in Auftrag gegeben, die vom internationalen Meinungsforschungsinstitut YouGov ausgeführt wurde. Im Rahmen dieser Umfrage wird klar, dass zur Etablierung von Mieterstrom es nicht an fehlender Zustimmung vonseiten der Mieter mangelt, sondern an nicht vorhandenen Anlagen. So zeigt die Umfrage, dass Mieter im Prinzip Neuerungen gegenüber aufgeschlossen sind, denn von den Befragten gaben 66 % an, dass sie sich vorstellen könnten, Mieterstrom zu beziehen und nur jeder Sechste gab an, dass er Mieterstrom ablehnen würde. Allerdings weisen 82 % der Mietwohnungen noch keine Anlagen auf, die zur Erzeugung von grünem Strom dienen — so das Ergebnis der Umfrage. Nur 12 % der Befragten gaben an, dass diese Art von Anlagen in ihrer Wohnung installiert sei. Und laut der Umfrage beziehen lediglich 4 % der befragten Mieter bereits Mieterstrom, und das, obwohl eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt, dass in der Bundesrepublik 3,8 Millionen Wohnungen für Mieterstrom geeignet seien.