Die Immobiliennews in Kürze

Jinny Verdonck

17. Mai 2020

Bayern verzeichnet Anstieg der Wohnungspreise

Zwischen Herbst 2019 und Frühjahr 2020 sind die Preise für Eigentumswohnungen in München um etwa 3 % gestiegen. Im Vergleich zur bayerischen Landeshauptstadt haben die Kaufpreise für Wohnimmobilien in anderen Regionen Bayerns jedoch deutlicher zugelegt, wie eine Auswertung der Zahlen des Marktforschungsinstituts IVD Süd ergibt.

Einen Anstieg um fast 7 % gab es in ganz Bayern bei den Baugrundpreisen für Einfamilienhäuser, während auch Eigentumswohnungen im Bestand ein Plus von 6 % verzeichneten. Währenddessen sind die Neubaupreise lediglich um 2,6 % gestiegen.

Stabile Angebotspreise in Hessen

Der hessische Immobilienmarkt trotzt der Corona-Krise und verzeichnet sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Mietwohnungen stabile Angebotspreise. Zu diesem Ergebnis kommt der Verband IVD Mitte.

In Frankfurt sind die Preise für Wohnimmobilien sogar in die Höhe geklettert. Während ein frei stehendes Eigenheim mit gutem Wohnwert im Jahr 2019 für durchschnittlich 1 Million Euro angeboten wurde, sind es nun bereits 1,05 Millionen Euro. Auch Reihenhäuser verzeichnen einen Anstieg von 480.000 Euro auf 500.000 Euro, während diese im Umland Frankfurts von 4.500 Euro pro Quadratmeter auf 4.700 Euro pro Quadratmeter gestiegen sind.

Mehr Wohnungen in Berlin fertiggestellt

Verglichen mit den Jahren zuvor sind in 2019 mehr Wohnungen in Berlin fertiggestellt worden. Nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg gab es im Wohnungssektor 18.999 Fertigstellungen. Somit wurden in der Hauptstadt 2.293 mehr Wohnungen fertiggestellt als in 2018, was einem Plus von 13,7 % entspricht. In Mehrfamilienhäusern sind 15.376 neue Wohnungen entstanden, während es in 2018 noch 12.858 waren. Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern sind im Jahr 2019 allerdings 5,2 % weniger fertiggestellt worden als noch in 2018.

Heizkostenzuschlag beim Wohngeld beschlossen

Der Bundesrat hat nun für die Einführung des Heizkostenzuschlags beim Wohngeld gestimmt. Dadurch soll eine zusätzliche Belastung einkommensschwacher Haushalte durch die CO2-Bepreisung bei den Heizkosten vermieden werden.

Haushalte sollen demnach ein zusätzliches durchschnittliches Wohngeld in Höhe von 15 Euro pro Monat erhalten. Bis zu 3,60 Euro gibt es für jedes zusätzliche Haushaltsmitglied. Das zusätzliche Wohngeld ist für über 600.000 Haushalte gedacht. Im Jahr 2021 soll die CO2-Bepreisung erfolgen, wonach die Heizöl- und Erdgas-Preise Schritt für Schritt teurer werden sollen. Somit ist der Stichtag für die Heizkostenkomponente der 1. Januar 2021.