Die Finanzierungsplanung

5. Juli 2017

Wie viel Eigenkapital ist bei der Finanzierung sinnvoll? Wer vor hat, eine Immobilie zu erwerben, steht oft vor der Frage, wie viel Eigenkapital dafür nötig ist und wie hoch die Kreditsumme sein darf. Als Faustregel für eine sichere Finanzierung gilt eine Summe von 20 bis 25 Prozent, besser noch 30 Prozent des Kaufpreises. Beim Immobilienkauf ist es mit der Bereitstellung des Eigenkapitals jedoch nicht getan. Auch die Kauf-Nebenkosten sollten bei der Berechnung des zur Verfügung stehenden Vermögens nicht außer Acht gelassen werden. Zu ihnen zählen unter anderem die Grunderwerbsteuer, die Notargebühren, die Gerichtskosten für die Grundbucheintragungen, etwaige Beratungskosten und Kosten für die Erstellung von Wertermittlungsgutachten. Einplanen sollten Sie darüber hinaus Kosten für Um- oder Ausbauten sowie Sanierungskosten, die nach dem Kauf anfallen. Können Sie das nötige Eigenkapital nicht aufbringen, müssen Sie mit schlechteren Finanzierungskonditionen, wie einer höheren Kreditrate, einer höheren Tilgungsdauer und/oder höheren Zinsen rechnen. Dennoch kann eine so genannte Vollfinanzierung, eine Finanzierung ohne Eigenkapital, sinnvoll sein. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn Sie Ihre Traumimmobilie gefunden haben, der Zinssatz niedrig ist und Sie über ein stabiles, angemessenes Einkommen verfügen, aber noch kein Vermögen aufbauen konnten. Auch wenn die Auszahlung einer höheren Vermögenssumme, etwa aus einer Kapitallebensversicherung, in den nächsten Jahren ansteht, kann eine Vollfinanzierung durchaus Vorteile haben. In diesem Fall steht das Vermögen innerhalb einer relativ kurzen Zeit zur Verfügung und kann anstatt als Eigenkapital in Form einer Sondertilgung in die Immobilie fließen. Ob für Sie eine Vollfinanzierung in Frage kommt und welche Konditionen sich daraus ergeben, kann ein unabhängiger Finanzberater, der einen direkten Zugriff auf die Konditionen verschiedener Kreditinstitute hat, klären.